Bei einem Gespräch erzählen uns die Menschen von den Lebensumständen.

Montmédy: Drei Zimmer, sieben Menschen – Calais Teil 4

Nach knapp vier Stunden Autofahrt haben wir unser erstes Ziel für heute erreicht. Montmedy ist ein kleiner, alter Ort. In einer etwas abgelegenen Wohnung leben auf drei Zimmern sieben Menschen aus dem Sudan. Im Nachbarort gibt es wohl noch eine ähnliche Wohnung.

Die Wohnung selbst ist zwar nur spärlich eingerichtet, hat aber alles, was man zum Überleben braucht. Es reicht zum Überleben trifft eigentlich auf alle Bereiche zu. In einem Nachbarort haben sie eine Ansprechpartnerin, sagen sie, Unterstützung bei der Arbeitssuche oder eine Möglichkeit zur Bildung bekommen sie nicht. Nur Samstags wird ein 90 minütiger Französisch-Sprachkurs angeboten.

Sie wohnen zwar zwischen Franzosen und haben Asyl bekommen, aufgrund der Sprachbarriere haben sie aber keine Kontakte vor Ort. Angebote, um mit örtlichen Leuten in Kontakt zu kommen gibt es ebenfalls nicht. So existieren sie zwar, als Teil der Gesellschaft fühlen sie sich aber nicht.

Wir haben Ihnen nun einiges an Kleidung, Hygieneartikeln und Nahrung da gelassen. Wie sie erzählten, bekommen sie monatlich nur rund 200€. Wir selbst sind jetzt auf dem Weg nach Straßburg, wo wir die nächste Unterkunft ansteuern…

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In Montmedy haben wir Kleidung und Nahrungsmittel vorbeigebracht.
In Montmedy haben wir Kleidung und Nahrungsmittel vorbeigebracht.

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