Aktuelles

Hallo Leute,

aus organisatorischen Gründen müssen wir das für diesen Samstag geplante Kinderfest leider absagen. Es tut uns sehr leid... Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr neue Termine finden werden und halten euch natürlich auf dem Laufenden.
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Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 7 neue Fotos hinzugefügt.

+++Thessaloniki-Update 27.11.2016+++

Auch in unseren letzten drei Tagen im Softex-Camp gab es viel zu tun. Vor allem bei der Klamottenausgabe in der "Boutique" und beim Klamotten sortieren im Warehouse konnten wir uns nützlich machen. Das im Softex Camp von Intervolve umgesetzte Konzept zur Versorgung des Camps mit Kleidung hat uns sehr überzeugt und ist definitv sehr zu unterstützen. Dreimal in der Woche werden vom Intervolve Container im Camp Tickets ausgegeben, mit denen die Geflüchteten im Camp an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt die Möglichkeit haben, in der Boutique Klamotten für sich und ihre Familien auszuwählen. Bei der Auswahl der Klamotten müssen die Familienmitglieder allerdings auch anwesend sein, außer das Familienmitglied kann dies aus Krankheitsgründen nicht, ist ein Jahr oder jünger oder hat andere wichtige Verpflichtungen zu diesem Zeitpunkt. Eine halbe Stunde haben sie dann Zeit, aus den Klamotten in der Boutique auszuwählen was sie brauchen, ihnen passt und auch gefällt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen zu helfen die Sachen zu finden, nach denen sie suchen und Ordnung zu halten. Auch kommen häufig Mütter mit mehreren Kindern und damit die sich zumindest auch zeitweise überzeugen lassen, auch für sich und nicht nur für die Kinder zu schauen hilft es, wenn wir vor allem für die Kleineren mitschauen und gemeinsam mit ihnen schon mal eine passende Vorauswahl treffen. Von jedem Teil in der Boutique darf immer maximal eines mitgenommen werden, damit sichergestellt ist, dass zunächst alle die Chance haben, alles zu bekommen. Genauso wird auch die halbe Stunde möglichst genau eingehalten, damit zunächst jeder mit dem wichtigsten versorgt werden kann. Inzwischen wurden zum Teil aber auch schon zweite Tickets ausgegeben. Dieses System hat viele Vorteile, auch wenn es recht aufwändig ist und viele freiwillige Helfer benötigt, um zu funktionieren. Die Menschen wählen aus, was sie dringend brauchen und das spart Ressourcen gegenüber einer Zelt zu Zelt Verteilung, die dann immer eine Sache für alle umfasst auch wenn diese vielleicht nicht dringend gebraucht ist. Auch gibt es ihnen Würde zurück, sie können eine eigene Entscheidung treffen. Nicht nur nach Bedarfen, sondern auch nach Präferenzen. Sie können etwas wählen das ihnen gefällt und auch passt. Was das für die Menschen ausmacht, ist sehr schön zu sehen.

Natürlich kommen auch hier im Warehouse Kleiderspenden an, die nicht zur Ausgabe geeignet sind. Aus unterschiedlichem Gründen. Viele lehnen weiße Klamotten vor allem Jacken und Hosen ab, da sie im Camp schlicht zu schnell schmutzig werden. Auch Sommersachen und kulturell unpassende Kleidung ist vereinzelt unter den, dennoch mehrheitlich nützlichen Spenden zu finden. Mittwoch und Freitag haben wir diese Spenden mit dem Van als Local Donations in einen Second Hand Shop gebracht, in dem sie zu sehr günstigen Preisen an weniger wohlhabende Griechen verkauft werden. Auch das hat uns sehr positiv überrascht, da viele der Spenden ja prinzipiell hochwertig sind nur eben nicht zu den Umständen oder Vorstellungen der Menschen im Camp passen. So bekommen auch diese Spenden noch einen sinnvollen Zweck.

Wir freuen uns in jedem Fall darüber, dass wir überzeugt berichten können, eure Spenden sind angekommen, wo sie gebraucht werden und haben einen sinnvollen und nachhaltigen positiven Einfluss im Leben von Menschen, die sie dringend brauchen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle, die gespendet haben, ohne euch wäre das nicht möglich.

Eine besondere finanzielle Unterstützung haben wir dieses mal auch von dem Wittener Verein Oikos bekommen. Vor Ort haben wir uns schlau gemacht, was zur Zeit dringend gebraucht wird und haben uns dazu entschieden, das Chai (Tee) Projekt von Intervolve mit Equipment zu unterstützen. Chai ist für die Geflüchteten ein wichtiger Teil der Kultur. Bei sozialen Zusammenkünften ist er fester Bestandteil und wird einem, falls vorhanden, eigentlich immer angeboten. Dazu ist es inzwischen auch hier vor allem abends schweinekalt und Chai wärmt. Aber nicht alle Menschen besitzen Wasserkocher oder haben das Geld oder die Möglichkeit, Chai zu kaufen. Intervolve plant deshalb Chai für alle anzubieten. Chai, Milch und Zucker stehen im Lager schon bereit, nur waren die großen Teebereiter und Herdplatten, die von einer anderen Organisation als gespendeten wurden, leider kaputt und müssen nun ersetzt werden. Damit das Projekt nun möglichst schnell ins Laufen kommt, werden wir einen Teil dieses Equipments aus den Spenden finanzieren. Vielen Dank dafür an Oikos!
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+++Thessaloniki-Update 27.11.2016+++

Auch in unseren letzten drei Tagen im Softex-Camp gab es viel zu tun. Vor allem bei der Klamottenausgabe in der Boutique und beim Klamotten sortieren im Warehouse konnten wir uns nützlich machen. Das im Softex Camp von Intervolve umgesetzte Konzept zur Versorgung des Camps mit Kleidung hat uns sehr überzeugt und ist definitv sehr zu unterstützen. Dreimal in der Woche werden vom Intervolve Container im Camp Tickets ausgegeben, mit denen die Geflüchteten im Camp an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt die Möglichkeit haben, in der Boutique Klamotten für sich und ihre Familien auszuwählen. Bei der Auswahl der Klamotten müssen die Familienmitglieder allerdings auch anwesend sein, außer das Familienmitglied kann dies aus Krankheitsgründen nicht, ist ein Jahr oder jünger oder hat andere wichtige Verpflichtungen zu diesem Zeitpunkt. Eine halbe Stunde haben sie dann Zeit, aus den Klamotten in der Boutique auszuwählen was sie brauchen, ihnen passt und auch gefällt. Unsere Aufgabe ist es, ihnen zu helfen die Sachen zu finden, nach denen sie suchen und Ordnung zu halten. Auch kommen häufig Mütter mit mehreren Kindern und damit die sich zumindest auch zeitweise überzeugen lassen, auch für sich und nicht nur für die Kinder zu schauen hilft es, wenn wir vor allem für die Kleineren mitschauen und gemeinsam mit ihnen schon mal eine passende Vorauswahl treffen. Von jedem Teil in der Boutique darf immer maximal eines mitgenommen werden, damit sichergestellt ist, dass zunächst alle die Chance haben, alles zu bekommen. Genauso wird auch die halbe Stunde möglichst genau eingehalten, damit zunächst jeder mit dem wichtigsten versorgt werden kann. Inzwischen wurden zum Teil aber auch schon zweite Tickets ausgegeben. Dieses System hat viele Vorteile, auch wenn es recht aufwändig ist und viele freiwillige Helfer benötigt, um zu funktionieren. Die Menschen wählen aus, was sie dringend brauchen und das spart Ressourcen gegenüber einer Zelt zu Zelt Verteilung, die dann immer eine Sache für alle umfasst auch wenn diese vielleicht nicht dringend gebraucht ist. Auch gibt es ihnen Würde zurück, sie können eine eigene Entscheidung treffen. Nicht nur nach Bedarfen, sondern auch nach Präferenzen. Sie können etwas wählen das ihnen gefällt und auch passt. Was das für die Menschen ausmacht, ist sehr schön zu sehen. 

Natürlich kommen auch hier im Warehouse Kleiderspenden an, die nicht zur Ausgabe geeignet sind. Aus unterschiedlichem Gründen. Viele lehnen weiße Klamotten vor allem Jacken und Hosen ab, da sie im Camp schlicht zu schnell schmutzig werden. Auch Sommersachen und kulturell unpassende Kleidung ist vereinzelt unter den, dennoch mehrheitlich nützlichen Spenden zu finden. Mittwoch und Freitag haben wir diese Spenden mit dem Van als Local Donations in einen Second Hand Shop gebracht, in dem sie zu sehr günstigen Preisen an weniger wohlhabende Griechen verkauft werden. Auch das hat uns sehr positiv überrascht, da viele der Spenden ja prinzipiell hochwertig sind nur eben nicht zu den Umständen oder Vorstellungen der Menschen im Camp passen. So bekommen auch diese Spenden noch einen sinnvollen Zweck. 

Wir freuen uns in jedem Fall darüber, dass wir überzeugt berichten können, eure Spenden sind angekommen, wo sie gebraucht werden und haben einen sinnvollen und nachhaltigen positiven Einfluss im Leben von Menschen, die sie dringend brauchen. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle, die gespendet haben, ohne euch wäre das nicht möglich.

Eine besondere finanzielle Unterstützung haben wir dieses mal auch von dem Wittener Verein Oikos bekommen. Vor Ort haben wir uns schlau gemacht, was zur Zeit dringend gebraucht wird und haben uns dazu entschieden, das Chai (Tee) Projekt von Intervolve mit Equipment zu unterstützen. Chai ist für die Geflüchteten ein wichtiger Teil der Kultur. Bei sozialen Zusammenkünften ist er fester Bestandteil und wird einem, falls vorhanden, eigentlich immer angeboten. Dazu ist es inzwischen auch hier vor allem abends schweinekalt und Chai wärmt. Aber nicht alle Menschen besitzen Wasserkocher oder haben das Geld oder die Möglichkeit, Chai zu kaufen. Intervolve plant deshalb Chai für alle anzubieten. Chai, Milch und Zucker stehen im Lager schon bereit, nur waren die großen Teebereiter und Herdplatten, die von einer anderen Organisation als gespendeten wurden, leider kaputt und müssen nun ersetzt werden. Damit das Projekt nun möglichst schnell ins Laufen kommt, werden wir einen Teil dieses Equipments aus den Spenden finanzieren. Vielen Dank dafür an Oikos!

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 2 neue Fotos hinzugefügt.

+++Thessaloniki-Update 23.10.2016+++

Um im Camp die Kleiderausgabe fairer und individueller zu gestalten, wurde dort vor kurzem das System dahingehend verändert, dass jeder Flüchtende an drei Tagen in der Woche die Möglichkeit hat, sich in der Boutique etwas auszusuchen. Von allen dort liegenden Sachen darf ein Teil mitgenommen werden. z.B. eine Hose, eine Jacke, etc. So kann viel besser auf die Bedürfnisse eines jeden eingegangen werden und im Gegensatz zu Anstellen in einer Schlange fühlt man sich so nicht so sehr als Bittsteller und hat sogar die Möglichkeit, die Kleidung vorher anzuprobieren. Hiermit haben wir gestern die meiste Zeit verbracht. Außerdem halfen wir dabei, Wärmflaschen und Hautcreme zu verteilen. Hier kamen wir immer wieder ins Gespräch mit den Menschen die zum Teil schon mehrere Monate – seit der Schließung Idomenis – in diesem Camp ausharren und sich über jede Abwechslung freuen. Und sei es nur mit einer neuen Person zu reden und vielleicht einen Tee mit ihr zu trinken. Selbst kleine soziale Kontakte lassen einen etwas Normalität empfinden, was den Frust über die persönliche Situation für kurze Zeit in den Hintergrund rücken lässt. Leider verlassen uns am Mittwoch Ronja und Dorian, die wieder nach Hause fliegen. Dafür kommt Kim, womit wir dann zu dritt wären.

#Thessaloniki #Softex
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+++Thessaloniki-Update 23.10.2016+++

Um im Camp die Kleiderausgabe fairer und individueller zu gestalten, wurde dort vor kurzem das System dahingehend verändert, dass jeder Flüchtende an drei Tagen in der Woche die Möglichkeit hat, sich in der Boutique etwas auszusuchen. Von allen dort liegenden Sachen darf ein Teil mitgenommen werden. z.B. eine Hose, eine Jacke, etc. So kann viel besser auf die Bedürfnisse eines jeden eingegangen werden und im Gegensatz zu Anstellen in einer Schlange fühlt man sich so nicht so sehr als Bittsteller und hat sogar die Möglichkeit, die Kleidung vorher anzuprobieren. Hiermit haben wir gestern die meiste Zeit verbracht. Außerdem halfen wir dabei, Wärmflaschen und Hautcreme zu verteilen. Hier kamen wir immer wieder ins Gespräch mit den Menschen die zum Teil schon mehrere Monate – seit der Schließung Idomenis – in diesem Camp ausharren und sich über jede Abwechslung freuen. Und sei es nur mit einer neuen Person zu reden und vielleicht einen Tee mit ihr zu trinken. Selbst kleine soziale Kontakte lassen einen etwas Normalität empfinden, was den Frust über die persönliche Situation für kurze Zeit in den Hintergrund rücken lässt. Leider verlassen uns am Mittwoch Ronja und Dorian, die wieder nach Hause fliegen. Dafür kommt Kim, womit wir dann zu dritt wären.

#Thessaloniki #Softex

+++Thessaloniki-Update 22.11.2016+++

Nach einer rund 40-stündigen Fahrt sind wir am frühen Montagmorgen in Thessaloniki angekommen und erstmal völlig übermüdet in unser Bett gefallen. Mittags sind wir dann ins Softex Camp gefahren, um eure Spenden auszuladen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die mit Kleidung oder finanziellen Mitteln unterstützt haben.

Zweimal in der Woche verteilen die Freiwilligen von InterVolve - International Volunteers frisches Gemüse und Öl an die Geflüchteten, um das eher schlechte Essen, welches dort vom Militär verteilt wird, etwas aufzuwerten. Außerdem haben die Menschen somit die Möglichkeit, wenigstens ab und zu selber für sich und ihre Familien zu kochen. Dort haben wir gestern mitgeholfen und sind dabei, wenn auch nur oberflächlich, mit einigen Menschen ins Gespräch gekommen. Da die meisten von uns das erste Mal in diesem Camp waren, können wir schlecht beurteilen, ob es dort Verbesserungen gegeben hat oder es eher schlechtere Verhältnisse geworden sind. Wenn alle unsere Freiwilligen vor Ort sind, können wir das nachholen. Wir hörten davon, dass jetzt nach und nach die Zelte, in denen die Leute wohnen, durch Container ausgetauscht werden. Das wird die Bedingungen, jetzt wo es kälter wird, sicher Verbessern. Voraussetzung dafür ist, dass es Strom gibt – wie wir hören, ist das nicht überall der Fall. So können die Container auch schnell zu Kühlschränken werden...

Was die Menschen dort aber dringender brauchen, sind Beamte, die ihre Anträge, etwa auf Familienzusammenführung, bearbeiten, damit es für sie wenigstens annähernd etwas wie eine Zukunftsperpektive geben kann. Heute werden wir unsere mitgebrachten Spenden durchsortieren und in das Intervolve-System einpflegen. Mal sehen was es für uns noch zu tun gibt.

#Thessaloniki #Softex
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+++Thessaloniki-Update 22.11.2016+++

Nach einer rund 40-stündigen Fahrt sind wir am frühen Montagmorgen in Thessaloniki angekommen und erstmal völlig übermüdet in unser Bett gefallen. Mittags sind wir dann ins Softex Camp gefahren, um eure Spenden auszuladen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle, die mit Kleidung oder finanziellen Mitteln unterstützt haben.

Zweimal in der Woche verteilen die Freiwilligen von InterVolve - International Volunteers frisches Gemüse und Öl an die Geflüchteten, um das eher schlechte Essen, welches dort vom Militär verteilt wird, etwas aufzuwerten. Außerdem haben die Menschen somit die Möglichkeit, wenigstens ab und zu selber für sich und ihre Familien zu kochen. Dort haben wir gestern mitgeholfen und sind dabei, wenn auch nur oberflächlich, mit einigen Menschen ins Gespräch gekommen. Da die meisten von uns das erste Mal in diesem Camp waren, können wir schlecht beurteilen, ob es dort Verbesserungen gegeben hat oder es eher schlechtere Verhältnisse geworden sind. Wenn alle unsere Freiwilligen vor Ort sind, können wir das nachholen. Wir hörten davon, dass jetzt nach und nach die Zelte, in denen die Leute wohnen, durch Container ausgetauscht werden. Das wird die Bedingungen, jetzt wo es kälter wird, sicher Verbessern. Voraussetzung dafür ist, dass es Strom gibt – wie wir hören, ist das nicht überall der Fall. So können die Container auch schnell zu Kühlschränken werden... 

Was die Menschen dort aber dringender brauchen, sind Beamte, die ihre Anträge, etwa auf Familienzusammenführung, bearbeiten, damit es für sie wenigstens annähernd etwas wie eine Zukunftsperpektive geben kann. Heute werden wir unsere mitgebrachten Spenden durchsortieren und in das Intervolve-System einpflegen. Mal sehen was es für uns noch zu tun gibt.

#Thessaloniki #Softex

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 16 neue Fotos hinzugefügt — mit Sydney Fernandez und 5 weiteren Personen.

+++Kelebija-Update 29.10.2016+++ DE/EN

In den vergangenen Tagen durften einige neu gewonne Freunde legal nach Ungarn einreisen. Auch wir haben inzwischen die Grenze passiert und sind auf dem Rückweg.

Doch zum Abschluss haben wir ein nicht nur von den Personen her verändertes Community Center verlassen. Der Palettenweg ist weitgehend fertiggestellt und nun nutzbar, sodass die Besucher bei Regen nicht mehr durch den Matsch laufen müssen. Auch das Grundgerüst für das neue Lager steht, ebenso das erste Regal. Da noch weiter gebaut wird, sieht es derzeit etwas chaotisch aus, die ersten Ausgaben waren aber schon möglich. Und es gibt eine neue Teeküche. Höhepunkt war das Grillen, das andere Freiwillige gestern organisiert haben.

Besonders schön war zu sehen, wie sich die Flüchtenden immer wieder mit eingebracht haben. Den Palettenweg angefangen, kam kurz darauf ein Handwerker dazu, der mit angepackt hat. Die Teeausgaben, das Kochen - fast alles wurde gemeinsam gemacht. So hat das Community Center seinen Namen redlich verdient. Ein großer Dank gilt dafür den Freiwilligen von NorthStar, die hier tolle Arbeit leisten.

Zwar sind wir nun gegangen, in Serbien befinden sich aber trotzdem mehr als 6000 Menschen, davon einige Hundert im Grenzbereich. Besonders dort sind die Bedingungen unmenschlich. Inakzeptabel. Wir wünschen den Menschen, dass sie bald wieder in einem warmen Bett schlafen können, mit ihren Familien vereint sind und eine angemessene Behandlung erfahren.

------------

During the past days some new won friends have legally entered Hungary. Also we crossed the border and are now on our way back home.

The Community Center we left has not only changed in terms of the faces, who are there. The path we made with pallets is almost finished and now usable. The new warehouse is also almost done, the first shelf is built and the first distributions were possible. Further there is a new chai kitchen. The highlight yesterday was the barbecue organized by other volunteers.

It was great to see again, how the refugees participated all the time. When we started to build the path for example, a carpenter joined and helped us. Tea distribution, cooking - almos everything was made together. The Community Center really deserves its name. Special thanks to the volunteers of NorthStar who run it and do a great job.

We are leaving now, but there are still more than 6000 refugees in Serbia, several hundreds in the transit zone. Especially here the conditions are inhuman. Unacceptable. We hope, that the people will soon have a warm bed to sleep in, are united with their families and experience a appropriate treatment.
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+++Kelebija-Update 29.10.2016+++ DE/EN

In den vergangenen Tagen durften einige neu gewonne Freunde legal nach Ungarn einreisen. Auch wir haben inzwischen die Grenze passiert und sind auf dem Rückweg.

Doch zum Abschluss haben wir ein nicht nur von den Personen her verändertes Community Center verlassen. Der Palettenweg ist weitgehend fertiggestellt und nun nutzbar, sodass die Besucher bei Regen nicht mehr durch den Matsch laufen müssen. Auch das Grundgerüst für das neue Lager steht, ebenso das erste Regal. Da noch weiter gebaut wird, sieht es derzeit etwas chaotisch aus, die ersten Ausgaben waren aber schon möglich. Und es gibt eine neue Teeküche. Höhepunkt war das Grillen, das andere Freiwillige gestern organisiert haben. 

Besonders schön war zu sehen, wie sich die Flüchtenden immer wieder mit eingebracht haben. Den Palettenweg angefangen, kam kurz darauf ein Handwerker dazu, der mit angepackt hat. Die Teeausgaben, das Kochen - fast alles wurde gemeinsam gemacht. So hat das Community Center seinen Namen redlich verdient. Ein großer Dank gilt dafür den Freiwilligen von NorthStar, die hier tolle Arbeit leisten. 

Zwar sind wir nun gegangen, in Serbien befinden sich aber trotzdem mehr als 6000 Menschen, davon einige Hundert im Grenzbereich. Besonders dort sind die Bedingungen unmenschlich. Inakzeptabel. Wir wünschen den Menschen, dass sie bald wieder in einem warmen Bett schlafen können, mit ihren Familien vereint sind und eine angemessene Behandlung erfahren.

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During the past days some new won friends have legally entered Hungary. Also we crossed the border and are now on our way back home.  

The Community Center we left has not only changed in terms of the faces, who are there. The path we made with pallets is almost finished and now usable. The new warehouse is also almost done, the first shelf is built and the first distributions were possible. Further there is a new chai kitchen. The highlight yesterday was the barbecue organized by other volunteers.

It was great to see again, how the refugees participated all the time. When we started to build the path for example, a carpenter joined and helped us. Tea distribution, cooking - almos everything was made together. The Community Center really deserves its name. Special thanks to the volunteers of NorthStar who run it and do a great job.

We are leaving now, but there are still more than 6000 refugees in Serbia, several hundreds in the transit zone. Especially here the conditions are inhuman. Unacceptable. We hope, that the people will soon have a warm bed to sleep in, are united with their families and experience a appropriate treatment.

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat NorthStars Beitrag geteilt.

Es wird! :)

m.facebook.com/story.php?story_fbid=1769576553313595&id=1655468981391020&viewer=1683002345270518&...
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Construction in progress. Nice weather and crowded the KCC. <3 Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe

Es wird! :) 

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=1769576553313595&id=1655468981391020&viewer=1683002345270518&ref=notif_textonly

NorthStar hat 5 neue Fotos hinzugefügt.

Construction in progress. Nice weather and crowded the KCC. <3 Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe
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Construction in progress. Nice weather and crowded the KCC.

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 8 neue Fotos hinzugefügt — mit Sydney Fernandez und Khalid Shockwave.

+++Kelebija-Update 25.10.2016+++

Zum Endspurt legen wir noch einmal los, um das Community Center zu verbessern – und zu vergrößern. Die Paletten, um einen Weg zu legen, sollen am Donnerstag ankommen. Derweil stocken wir das Warehouse auf, damit Kleiderausgaben künftig direkt hier möglich sind. Das dafür benötigte Material haben wir heute im Baumarkt gekauft. Was aktuell im Volunteer-House gelagert und für die Ausgabe vorgepackt wird, kann dann in Zukunft direkt hier verteilt werden.

Durch eure Kleiderspenden konnten wir inzwischen auch die ersten Klamotten zielgerichtet verteilen. Wir haben heute morgen schon die ersten Menschen begrüßt, die die gestern erhaltenen Klamotten getragen haben.

Da es in den kommenden Tagen regnen soll, haben wir heute morgen auch große Planen zerschnitten, die die Flüchtenden anschließend in die Transitzone gebracht haben.
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+++Kelebija-Update 25.10.2016+++

Zum Endspurt legen wir noch einmal los, um das Community Center zu verbessern – und zu vergrößern. Die Paletten, um einen Weg zu legen, sollen am Donnerstag ankommen. Derweil stocken wir das Warehouse auf, damit Kleiderausgaben künftig direkt hier möglich sind. Das dafür benötigte Material haben wir heute im Baumarkt gekauft. Was aktuell im Volunteer-House gelagert und für die Ausgabe vorgepackt wird, kann dann in Zukunft direkt hier verteilt werden. 

Durch eure Kleiderspenden konnten wir inzwischen auch die ersten Klamotten zielgerichtet verteilen. Wir haben heute morgen schon die ersten Menschen begrüßt, die die gestern erhaltenen Klamotten getragen haben.

Da es in den kommenden Tagen regnen soll, haben wir heute morgen auch große Planen zerschnitten, die die Flüchtenden anschließend in die Transitzone gebracht haben.

Würde Euch nun auch gern dazu einladen, das wir nun am Fr. 04.11. zu 15uhr (bis 17uhr) einen Raum im Kapitel 8 reserviert erhalten haben. Hier wollen wir ansprechen, was alles wie, wichtig ist, und das wir selbst Dinge anpacken müssen, oder anstonsten nichts erwarten können von anderen - nur hoffen. Hast da Zeit ?

Wäre schön, wenn einige von Euch dort bei sein könnten !
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Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 6 neue Fotos hinzugefügt — mit Sydney Fernandez.

+++Kelebija-Update 22.10.2016+++

Die Stimmung im Community Center ist weiterhin recht entspannt. Mit den Mitteln, die wir haben, schaffen wir es, den Menschen hier wenigstens die Tage angenehmer zu machen. Wann sie nach Ungarn dürfen, wissen die wenigsten. Mit Kaffee, Tee und Mahlzeiten ermöglichen wir den Menschen, sich weitgehend selbst zu versorgen und laden immer wieder zu Aktivitäten wie Fußballspielen ein. Heute haben wir auch Tennisbälle gekauft, die Schläger waren bereits vorhanden.

Die Kinder waren auch sehr interessiert beim Englischunterricht, morgen werden wir eine Deutschstunde geben. In den kommenden Tagen wollen wir auch versuchen, mit den Menschen das Community Center weiter zu verbessern. Uns schwebt vor, den Boden mit Paletten auszulegen, damit man nicht mehr durch den Matsch laufen muss. An eben diese Paletten zu kommen, ist allerdings schwieriger als gedacht - wir geben aber nicht auf. Wir werden aber sicher eine Lösung finden.
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+++Kelebija-Update 22.10.2016+++

Die Stimmung im Community Center ist weiterhin recht entspannt. Mit den Mitteln, die wir haben, schaffen wir es, den Menschen hier wenigstens die Tage angenehmer zu machen. Wann sie nach Ungarn dürfen, wissen die wenigsten. Mit Kaffee, Tee und Mahlzeiten ermöglichen wir den Menschen, sich weitgehend selbst zu versorgen und laden immer wieder zu Aktivitäten wie Fußballspielen ein. Heute haben wir auch Tennisbälle gekauft, die Schläger waren bereits vorhanden.

Die Kinder waren auch sehr interessiert beim Englischunterricht, morgen werden wir eine Deutschstunde geben. In den kommenden Tagen wollen wir auch versuchen, mit den Menschen das Community Center weiter zu verbessern. Uns schwebt vor, den Boden mit Paletten auszulegen, damit man nicht mehr durch den Matsch laufen muss. An eben diese Paletten zu kommen, ist allerdings schwieriger als gedacht - wir geben aber nicht auf. Wir werden aber sicher eine Lösung finden.

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 4 neue Fotos hinzugefügt — mit Aleksandar Nastevski und Stefan von Ortenburg.

+++Kelebija-Update 20.10.2016+++

Der Tag heute ist weitgehend ruhig verlaufen. Das liegt auch daran, dass es in den vergangenen Tagen hier kaum Neuankünfte gegeben hat. Dennoch halten sich in Kelebija noch etwa 100 Menschen im Grenzbereich auf - viele haben bereits Verwandte in Westeuropa. Spenden wie die Wärmflaschen oder die Regenponchos von Umino sind hier sehr gerne gesehen, insbesondere weil es heute wieder geregnet hat. Wir haben außerdem bei den Tee- und Kaffeeausgaben geholfen, hier organisieren sich die Flüchtenden weitgehend selbst mit der von Freiwilligen gestellten Infrastruktur, mit verschiedenen Aktivitäten den Menschen hier die Zeit etwas angenehmer gemacht. Eine ganz einfache Möglichkeit, sehr spannende und persönliche Geschichten ohne viel Sprache zu erzählen, ist, einfach eine Landkarte auszubreiten.
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+++Kelebija-Update 20.10.2016+++

Der Tag heute ist weitgehend ruhig verlaufen. Das liegt auch daran, dass es in den vergangenen Tagen hier kaum Neuankünfte gegeben hat. Dennoch halten sich in Kelebija noch etwa 100 Menschen im Grenzbereich auf - viele haben bereits Verwandte in Westeuropa. Spenden wie die Wärmflaschen oder die Regenponchos von Umino sind hier sehr gerne gesehen, insbesondere weil es heute wieder geregnet hat. Wir haben außerdem bei den Tee- und Kaffeeausgaben geholfen, hier organisieren sich die Flüchtenden weitgehend selbst mit der von Freiwilligen gestellten Infrastruktur, mit verschiedenen Aktivitäten den Menschen hier die Zeit etwas angenehmer gemacht. Eine ganz einfache Möglichkeit, sehr spannende und persönliche Geschichten ohne viel Sprache zu erzählen, ist, einfach eine Landkarte auszubreiten.

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 6 neue Fotos hinzugefügt — mit Aleksandar Nastevski und Stefan von Ortenburg.

+++Kelebija-Update 19.10.2016+++

Wir sind inzwischen in Kelebija angekommen. Im Grenzbereich warten etwa 150 Menschen darauf, dass sie nach Ungarn einreisen dürfen. Die meisten schlafen in Zelten - die Temperaturen bei Nacht fallen in den nächsten Tagen auf um die fünf Grad. In den kommenden Tagen werden wir deshalb versuchen, ihnen mit den Klamotten etwas Wärme zu geben.

Morgen werden wir an den ersten Ausgaben teilnehmen. Heute stand erstmal noch Kontakte knüpfen auf dem Plan, spontan haben wir auch dem Team von Umino beim Ausladen geholfen, die den gleichen Lagerraum nutzen wie wir und tolle Klamotten mitgemacht haben. Wir wurden auch von den Flüchtenden hier zum Abendessen eingeladen und übernehmen direkt die Nachtschicht. Das heißt, hier im Wohnwagen zu schlafen und darauf zu achten, dass hier nichts passiert.
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+++Kelebija-Update 19.10.2016+++

Wir sind inzwischen in Kelebija angekommen. Im Grenzbereich warten etwa 150 Menschen darauf, dass sie nach Ungarn einreisen dürfen. Die meisten schlafen in Zelten - die Temperaturen bei Nacht fallen in den nächsten Tagen auf um die fünf Grad. In den kommenden Tagen werden wir deshalb versuchen, ihnen mit den Klamotten etwas Wärme zu geben.

Morgen werden wir an den ersten Ausgaben teilnehmen. Heute stand erstmal noch Kontakte knüpfen auf dem Plan, spontan haben wir auch dem Team von Umino beim Ausladen geholfen, die den gleichen Lagerraum nutzen wie wir und tolle Klamotten mitgemacht haben. Wir wurden auch von den Flüchtenden hier zum Abendessen eingeladen und übernehmen direkt die Nachtschicht. Das heißt, hier im Wohnwagen zu schlafen und darauf zu achten, dass hier nichts passiert.

+++Paris-Nachtrag 18.10.2016+++

Wir haben in den vergangenen Tagen schon erzählt, was wir in Paris gemacht haben, unsere Eindrücke und Erlebnisse sind dabei aber etwas kurz geraten.

Die Stimmung wirkte auf uns trotz der schlechten Situation erstaunlich ruhig und entspannt, sofern es keine Ausgaben gab - da wollten die meisten gerne etwas haben. Eine Aufbruchstimmung herrscht hier nicht. "Es gibt keine Lösung für uns", sagte uns etwa ein junger Mann, der aus dem Sudan geflohen ist. Nach Großbritannien zu gelangen sei nahezu unmöglich und auch in Deutschland sei die Chance auf Asyl gering. "Wir bleiben hier", meinte er. Wir fragen uns, wie sein Leben vorher ausgesehen haben muss, wenn der Schlafplatz auf einer Matratze unter freiem Himmel auf einer Verkehrsinsel die bessere Alternative ist...

Ähnlich geht es den aus Afghanistan geflohenen Menschen. "Für Daesh und die Taliban sind wir Frischfleisch", sagte uns ein Mann. Als Shiit und mehr asiatisch aussehender Mensch sei sein Leben für die Terroristen nichts wert. "Und die EU-Politiker sagen, Afghanistan wäre sicher für uns und wollen uns zurückschicken", meinte er verzweifelt. Doch selbst, wer in Frankreich Asyl beantragt, scheint keine besseren Umstände erwarten zu können. Bei einer Verteilung zeigte uns ein anderer Mann aus Afghanistan stolz ein französisches Dokument. Was darauf stand, konnten wir allerdings nicht entziffern, vermuten aber, dass es sich um einen Asylantrag oder einen Asylbescheid gehandelt hat.

Die Menschen scheinen sich mit der Situation abgefunden zu haben. Die vereinzelten Klamotten-Verteilungen und Essensausgaben, die augenscheinlich von lokalen muslimischen Organisationen organisiert werden, sind derzeit die einzige Unterstützung, die sie bekommen. Dabei wäre es gerade bei den (doch vielen) französisch sprechenden Schutzsuchenden deutlich leichter, sie in die Gesellschaft zu integrieren... Davon abgesehen sollte kein Mensch in solchen Zuständen leben müssen.
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+++Paris-Nachtrag 18.10.2016+++

Wir haben in den vergangenen Tagen schon erzählt, was wir in Paris gemacht haben, unsere Eindrücke und Erlebnisse sind dabei aber etwas kurz geraten.

Die Stimmung wirkte auf uns trotz der schlechten Situation erstaunlich ruhig und entspannt, sofern es keine Ausgaben gab -  da wollten die meisten gerne etwas haben. Eine Aufbruchstimmung herrscht hier nicht. Es gibt keine Lösung für uns, sagte uns etwa ein junger Mann, der aus dem Sudan geflohen ist. Nach Großbritannien zu gelangen sei nahezu unmöglich und auch in Deutschland sei die Chance auf Asyl gering. Wir bleiben hier, meinte er. Wir fragen uns, wie sein Leben vorher ausgesehen haben muss, wenn der Schlafplatz auf einer Matratze unter freiem Himmel auf einer Verkehrsinsel die bessere Alternative ist... 

Ähnlich geht es den aus Afghanistan geflohenen Menschen. Für Daesh und die Taliban sind wir Frischfleisch, sagte uns ein Mann. Als Shiit und mehr asiatisch aussehender Mensch sei sein Leben für die Terroristen nichts wert. Und die EU-Politiker sagen, Afghanistan wäre sicher für uns und wollen uns zurückschicken, meinte er verzweifelt. Doch selbst, wer in Frankreich Asyl beantragt, scheint keine besseren Umstände erwarten zu können. Bei einer Verteilung zeigte uns ein anderer Mann aus Afghanistan stolz ein französisches Dokument. Was darauf stand, konnten wir allerdings nicht entziffern, vermuten aber, dass es sich um einen Asylantrag oder einen Asylbescheid gehandelt hat. 

Die Menschen scheinen sich mit der Situation abgefunden zu haben. Die vereinzelten Klamotten-Verteilungen und Essensausgaben, die augenscheinlich von lokalen muslimischen Organisationen organisiert werden, sind derzeit die einzige Unterstützung, die sie bekommen. Dabei wäre es gerade bei den (doch vielen) französisch sprechenden Schutzsuchenden deutlich leichter, sie in die Gesellschaft zu integrieren... Davon abgesehen sollte kein Mensch in solchen Zuständen leben müssen.

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 4 neue Fotos hinzugefügt — mit Vesna Dans le Jardin und 3 weiteren Personen.

+++Paris-Update 17.10.2016+++

Gestern stand für uns erst einmal Kistenschleppen auf dem Plan. Die in Paris benötigten Spenden haben wir aus unserem Sprinter in den fünften Stock getragen und sortiert. Abends haben wir dann vor allem Schuhe verteilt - schon nach wenigen Minuten war alles bis Größe 39 und größer ausgegeben. Später folgten noch ein paar Schlafsäcke, Zelte und Isomatten, die wir noch dabei hatten. Als wir schon auf dem Rückweg und so gut wie leer waren, haben wir am Straßenrand eine neu angekommene Gruppe gesehen, die nichts hatte. Leider hatten auch wir kaum mehr etwas geladen und konnten unter anderem eine schwangere Frau nicht mehr mit einem Zelt versorgen.

Nach der Ausgabe haben wir uns dann auf schon wieder auf den Weg gemacht und inzwischen in Stuttgart neue Spenden aufgeladen. Vielen Dank dafür an Vesna und alle weiteren Freiwilligen! Jetzt fahren wir weiter Richtung Wien, wo wir etwas rasten und noch weitere Spenden einladen werden. Morgen früh geht es dann in alter Frische weiter nach Serbien.
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+++Paris-Update 17.10.2016+++

Gestern stand für uns erst einmal Kistenschleppen auf dem Plan. Die in Paris benötigten Spenden haben wir aus unserem Sprinter in den fünften Stock getragen und sortiert. Abends haben wir dann vor allem Schuhe verteilt - schon nach wenigen Minuten war alles bis Größe 39 und größer ausgegeben. Später folgten noch ein paar Schlafsäcke, Zelte und Isomatten, die wir noch dabei hatten. Als wir schon auf dem Rückweg und so gut wie leer waren, haben wir am Straßenrand eine neu angekommene Gruppe gesehen, die nichts hatte. Leider hatten auch wir kaum mehr etwas geladen und konnten unter anderem eine schwangere Frau nicht mehr mit einem Zelt versorgen. 

Nach der Ausgabe haben wir uns dann auf schon wieder auf den Weg gemacht und inzwischen in Stuttgart neue Spenden aufgeladen. Vielen Dank dafür an Vesna und alle weiteren Freiwilligen! Jetzt fahren wir weiter Richtung Wien, wo wir etwas rasten und noch weitere Spenden einladen werden. Morgen früh geht es dann in alter Frische weiter nach Serbien.

Signal of Solidarity - Flüchtlingshilfe hat 13 neue Fotos hinzugefügt.

+++Paris-Update 16.10.2016+++

Während gerade die bevorstehende Räumung von Calais im Fokus steht, bahnt sich in Paris die nächste humanitäre Katastrophe an. Etwa 1200 Menschen, überwiegend aus dem Sudan und Afghanistan (aber auch einigen anderen Ländern), halten sich derzeit nahe des Stadtzentrums auf. Pariser Freiwillige haben uns erzählt, dass rund 100 flüchtende Menschen täglich Paris erreichen.

Camps oder Unterkünfte gibt es kaum, auf Gehwegen und Verkehrsinseln haben die, die Glück haben, ein Zelt aufgeschlagen. Die anderen liegen in Schlafsäcken oder Decken eingehüllt am Wegrand. Gestern hat die Polizei knapp 100 Zelte platt gemacht, teilweise noch mit Handys und anderen Habseligkeiten der Menschen. Handys und Wertgegenstände wurden manchen abgenommen. Das Militär patroulliert mit Maschinengewehren bewaffnet durch die Straßenzüge, was zwar am Ausnahmezustand nach den Anschlägen liegen dürfte, die Atmosphäre aber nicht wirklich verbessert.

Mit euren Spenden haben wir versucht, diesen Menschen wenigstens ein bisschen Wärme und neue Klamotten zu geben, darüber haben sie sich auch sehr gefreut. Da die Helfer, mit denen wir zusammenarbeiten, gestern bei einer Ausgabe mit chaotischen Zuständen zu kämpfen hatten, haben wir uns für eine andere Art der Ausgabe entschieden: Auf einem Supermarktparkplatz haben wir mit Decken Pakete geschnürt, in denen unter anderem ein Schal, Mütze, Handschuhe, T-shirt, Pullover, Jacke und Socken waren.

Obwohl die Menschen hier nicht erst seit gestern, sondern teilweise mehr als einem Monat ausharren, gibt es absolut keine Infrastruktur. Keine NGOs sind vor Ort, nahezu alles wird von Freiwilligen gestemmt. Französische Freiwillige verteilen immer wieder Essen oder wie wir neue Klamotten und hoffentlich bald wieder Zelte und die mitgebrachten Schuhe. Da es keinen festen Ort für die Ausgaben gibt, muss man schauen, dass man irgendwo einen Parkplatz findet und die Spenden aus dem Auto verteilt. Französisch-Sprachkurse finden im Park statt. Das alles reicht aber bei Weitem nicht aus, um die Menschen hier vor Ort und versorgen.
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+++Paris-Update 16.10.2016+++

Während gerade die bevorstehende Räumung von Calais im Fokus steht, bahnt sich in Paris die nächste humanitäre Katastrophe an. Etwa 1200 Menschen, überwiegend aus dem Sudan und Afghanistan (aber auch einigen anderen Ländern), halten sich derzeit nahe des Stadtzentrums auf. Pariser Freiwillige haben uns erzählt, dass rund 100 flüchtende Menschen täglich Paris erreichen. 

Camps oder Unterkünfte gibt es kaum, auf Gehwegen und Verkehrsinseln haben die, die Glück haben, ein Zelt aufgeschlagen. Die anderen liegen in Schlafsäcken oder Decken eingehüllt am Wegrand. Gestern hat die Polizei knapp 100 Zelte platt gemacht, teilweise noch mit Handys und anderen Habseligkeiten der Menschen. Handys und Wertgegenstände wurden manchen abgenommen. Das Militär patroulliert mit Maschinengewehren bewaffnet durch die Straßenzüge, was zwar am Ausnahmezustand nach den Anschlägen liegen dürfte, die Atmosphäre aber nicht wirklich verbessert. 

Mit euren Spenden haben wir versucht, diesen Menschen wenigstens ein bisschen Wärme und neue Klamotten zu geben, darüber haben sie sich auch sehr gefreut. Da die Helfer, mit denen wir zusammenarbeiten, gestern bei einer Ausgabe mit chaotischen Zuständen zu kämpfen hatten, haben wir uns für eine andere Art der Ausgabe entschieden: Auf einem Supermarktparkplatz haben wir mit Decken Pakete geschnürt, in denen unter anderem ein Schal, Mütze, Handschuhe, T-shirt, Pullover, Jacke und Socken waren.

Obwohl die Menschen hier nicht erst seit gestern, sondern teilweise mehr als einem Monat ausharren, gibt es absolut keine Infrastruktur. Keine NGOs sind vor Ort, nahezu alles wird von Freiwilligen gestemmt. Französische Freiwillige verteilen immer wieder Essen oder wie wir neue Klamotten und hoffentlich bald wieder Zelte und die mitgebrachten Schuhe. Da es keinen festen Ort für die Ausgaben gibt, muss man schauen, dass man irgendwo einen Parkplatz findet und die Spenden aus dem Auto verteilt. Französisch-Sprachkurse finden im Park statt. Das alles reicht aber bei Weitem nicht aus, um die Menschen hier vor Ort und versorgen.